26.07.: Antifa-Café zeigt 161>88

Der Film erkundet die Geschichte und Entwicklung der tschechischer Antifa-Bewegung seit Ende der 80er bis zum Jahre 2011. Die zeitnahen Aufnahmen welche mit Erinnerungen und Kommentaren ergänzt werden, führen euch durch die wichtigsten Ereignisse. Von den ersten rassistischen Morden in den 90ern, über Proteste gegen die Republikanische Partei von Miroslav Sladek, dem Kampf gegen die rassistischen Hooligans, dem Nationalen Widerstand, bis zu Antiziganistischen Unruhen welche vor kurzem ausbrachen.

Der Film der Antifaschistischen Aktion (AFA) dokumentiert mehr als 20 Jahre des Kampfes gegen Nazis, Faschisten und Rassisten. Im historischen Querschnitt könnt ihr den Auf-und Abstieg der Nazis und Rassisten sehen. Ihr könnt die Kraft und die begrenzten Möglichkeiten der antifaschistischen Bewegung verfolgen, die nicht nur mit Nazis, sondern auch mit staatlicher Repression und öffentlicher Meinung zu kämpfen haben.

Dazu gibt es wie immer eine leckere Küfa, kühle Getränke und die Möglichkeit, nette Menschen kennenzulernen und sich auszutauschen.
Das Offene Antifa-Café Bochum öffnet seine Türen ab 18:30 Uhr, ab 19 Uhr beginnt der Film. Im Anschluss wird es noch die Möglichkeit geben, über den Film zu diskutieren und ihn zu reflektieren.

Das Ganze findet im Sozialen Zentrum, Josephstraße 2, in Bochum statt, am besten kommt ihr mit der U35 (Haltestelle Feldsieper Straße) dort hin.
Wir freuen uns auf euch!

Antifa-Café am 12.07.

Am Mittwoch, 12.07. gibt es wieder das Offene Antifa-Café im Sozialen Zentrum in Bochum (Josephstr. 2).

Das Thema wird sein: Sommer Sonne Antifa – Antifa Camps im Sommer. Dafür wird es einen kleinen Vortrag zum Antifa-Camp (nicht nur) für NRW und Rheinland-Pfalz von einem aus dem Vorbereitungskreis geben. Das Camp beschreibt sich so:

In Zeiten des stetigen gesellschaftlichen Rechtsrucks ist eine antifaschistische Bewegung nötiger denn je. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem diese zusammenkommen kann und laden euch deshalb zum Antifa-Camp im Rheinland ein.

Wir, das sind Antifaschist_innen aus Gruppen in diversen Klein- und Großstädten in NRW und Rheinland-Pfalz. Abseits des Alltags wollen wir uns gemeinsam mit euch Zeit nehmen für Debatten und eine Vernetzung untereinander.

Über vier Tage (Donnerstag bis Sonntag) bieten wir euch Vorträge, Workshops, Diskussionen, Vernetzung, Kultur und natürlich viel Zeit zum Austauschen und einander Kennenlernen. Wir richten uns sowohl an unorganisierte Interessierte ohne Vorerfahrung als auch an Menschen, die schon seit Jahren antifaschistisch aktiv und organisiert sind. Die Vermittlung von Grundkenntnissen (Antifa-Basics) werden ebenso Teil des Programms sein wie Angebote zur inhaltlichen Vertiefung, Diskussionen zu aktuellen Themen und Aktionstrainings für den Widerstand auf der Straße.

Daneben gibt es auch Infos über weitere antifaschistische Camps und wie immer leckeres veganes Essen, kühle Getränke und nette Leute. Also schaut vorbei!

 

Offenes Antifa-Café am 28.06.2017

Eine Flagge, eine Nation, ein Geschlecht?
Die Türkei unter Erdoğan

Nachdem sich Erdogan und die AKP im Juni 2015 durch den Einzug der linken HDP ins türkische Parlament in ihrer Machtposition bedroht sahen und insbesondere nach dem Putschversuch im Juli 2016, sind Kurd*innen und Oppositionelle systematischer Repression ausgesetzt. Nach dem Verfassungsreferendum konnte Erdogan dieses Jahr seine Position durch die Einführung eines Präsidialsystems weiter sichern. Dabei geht es dem türkischen Staat nicht nur um einen Krieg gegen die Kurd*innen, sondern auch um die Stabilisierung der männlichen Hegemonie, die von kurdischer, LGBTQ- und Frauenbewegung angegriffen wurde.

Ein Vortrag von Rosa Burg (wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität zu Bonn), organisiert von Glitzer&Krawall in Kooperation mit dem Offenen Antifa-Café Bochum.

Wie immer ab 18:30 geöffnet; Vortrag ab 19 Uhr. Dieses Mal wieder im Sozialen Zentrum, Jospehstr. 2 | 44791 Bochum.

Herner 131 besetzt!


Am 19.5 wurde das Haus der Herner straße 131 in Bochum Hamme besetzt. Die Besetzung steht nach wie vor (Stand22.05 19Uhr). Kommt vorbei, seid solidarisch und habt Spaß.

Hier der Indimedia Text der Bestzer*innen:
“Wir haben soeben – parallel zur Tanzdemo „Reclaim the City“ des Netzwerkes „Stadt für Alle“ – das leerstehende Haus in der Herner Straße 131 besetzt. Hier wollen wir zum einen ein soziales Zentrum schaffen und zum anderen Wohnraum nutzbar machen. Dafür ist das Haus bestens geeignet mit einer Kombination aus Ladenlokalräumen im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen. Es steht ebenso wie viele andere Wohnungen und Häuser in Bochum schon seit Jahren leer – während gleichzeitig die Mieten steigen und es kaum Räumlichkeiten für unkommerzielle Kulturprojekte und politische Initiativen gibt.

Wir widersetzen uns mit der Besetzung der kapitalistischen Verwertungslogik, nach der Immobilien nur genutzt werden, wenn es profitabel ist. Stattdessen wollen wir ihre Nutzung selbstbestimmt und orientiert an den Bedürfnissen der Menschen gestalten.

Über den Verlauf der Besetzung, drohende Räumung etc. werden wir euch bei Twitter über den Hashtag #squatbo auf dem Laufenden halt”

Am Sonntag dem 21.05 fand im Hinterhof der Herner131 ein Nachbarschafts-grillfest statt. Diese war gut besucht und viele solidarische Grüße aus der Nachbarschaft und von Unterstützer*innen erreichte die Aktivist*innen.
Hier der Indi-Txt zu der Party:
“Unter großer Euphorie empfingen heute die Besetzer*innen des alten Wohn- und Geschäftshauses Gäste aus der Nachbarschaft Bochum-Hammes und von Rhein und Ruhr zu Ihrem ersten öffentlichen Grillfest.
Nach zwei Tagen Köpfe-zusammen-Stecken haben sich die Aktiven und das große solidarische Umfeld bewiesen, dass Sie in der Lage sind, ihre Besetzung mit einer feierlichen Einweihung zu würdigen. Mit Fluktuation waren von 17 Uhr an bis zu 140 Gäste auf dem Hof und im Haus zu Besuch. (Wundert euch nicht über die geringe Anzahl an Menschen auf den Bildern – letztere sind erst gegen 21 Uhr entstanden 😉
Längere und tiefergehende Artikel zur Situation, Plänen und Aktivitäten folgen in den nächsten Tagen.

Solidarität ist eine Waffe!”

Kommt die Bestzung besuchen und bringt Freunde mit. Über alles mögliche an kleinen Spenden freuen sich die AKtivist*innen sicherlich 😉

AntifaCafé mit Mobi rund um den 1. Mai

Die nächsten Tage versprechen, actionreich zu werden! Nicht nur die revolutionäre Vorabenddemo in Bochum liegt vor uns, sondern auch der internationale Arbeiter*innenkampftag am 1. Mai. Wie so häufig wollen Nazis diesen Kampftag der Arbeiter*innenschaft für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen. Das wollen wir nicht zulassen und deswegen wird es auch in diesem Jahr zu Protestaktionen gegen Naziaufmärsche in Dortmund, Essen und anderswo geben. Um euch einen kurzen Überblick über die geplanten Aktionen zu geben, laden wir für den 26.4. zu Mobi-Vorträgen für die revolutionäre Vorabenddemo, sowie zu den Aktionen gegen die Naziaufmärsche in Dortmund und Essen ein. Außerdem wird es einen kurzen Input-Vortrag der Roten Hilfe Bochum-Dortmund geben.

Außerdem wird es wieder Soli-Stuff unserer Freund*innen der Antifaschistischen Aktion Bochum geben.
Das AntifaCafé öffnet um 18 Uhr, die Vorträge beginnen um etwa 19 Uhr.
Wie immer mit VoKü gegen Spende.

Mittwoch, 26.04.2017
18:00 Uhr
Soziales Zentrum Bochum, Josephstraße 2

Die AfD als Akteur im Rechtsruck: Vom Parteitag zum Bundestagswahlkampf – NIKA (NRW) Mobivortrag zu den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag

Wir freuen uns, euch am Mittwoch, den 12.04. einen Mobivortrag der NIKA-Kampagne NRW, zu der sich auch Bochumer Antifa-Gruppen zählen, präsentieren zu können.

Folgend der Ankündigungstext der Kampagne:

Der bundesdeutsche Rechtsruck lässt sich nicht denken ohne dessen dominantesten Ausdruck und wortmächtigste Stichwortgeberin: Die autoritäre, völkische Partei AfD. Diese dient momentan einer Koalition aus unterschiedlichsten rechten Kräften sowohl als Plattform, ihre Vorstellungen in einer für den bürgerlichen Diskurs legitimen Form zu äußern, als auch alsVertretung ihrer Interessen in den Parlamenten.

Wer nicht möchte, dass der AfD ein ähnlicher Erfolg wie Donald Trump oder der österreichischen FPÖ beschieden ist, sollte einen grundlegenden Fehler nicht machen: Es ist nicht MIT der AfD zu reden, sondern ÜBER sie. Unsere Argumente richten sich nicht an die überzeugten Brandstifter*innen, die das in der Bevölkerung vorhandene autoritäre Ressentiment kanalisieren, artikulieren und legitimieren. Sie richten sich an die, die die rassistische, sexistische Propaganda der AfD nicht mehr ertragen wollen und das Gefühl haben, deren Aufstieg hilflos zuzusehen.

Das Widerstand gegen die AfD sinnvoll ist, und der Versuch der bürgerlichen Gesellschaft, ihr aufAugenhöhe zu begegnen, lediglich zu ihrer Legitimation und damit ihrer weiteren Konsolidierung führt, zeigen die letzten Monate eindrucksvoll. Bereits die Androhung breiter Proteste mit dem Ziel den Parteitag zu verhindern, hat ihren stetigen Siegeszug in den Umfragen gedämpft und die heftigen internen Machtkämpfe wieder aufscheinen lassen.

Die AfD zu bekämpfen, heißt, ihr konsequent den Raum für ihre autoritäre Propaganda streitig zu machen. Die AfD lebt von ihrer Legitimation, eine Partei wie jede andere zu sein. Zu dieser Legitimation ist der Landtagswahlkampf in NRW ein wichtiger Schritt. Es ist an uns, klar zu stellen, dass Rassismus, Nationalismus und Sexismus der AfD niemals akzeptable Positionen sind, egal wie viele Wähler*innen sie unterstützen.

Ein Widerspruch gegen die AfD und ihren völkischen Schwachsinn bedeutet daher aber eben bedingt durch seine inhaltliche und analytische Kritik nicht, dass er nur als Debattenbeitrag dargereicht wird, sondern muss zwingend die Form haben, welche wir ihm geben: Das Verhindern des Parteitages der AfD mit allen notwendigen Mitteln!
In diesem Vortrag möchten wir euch über den Werdegang der AfD im vergangenen Jahr informieren. Wir möchten zeigen, wie sie sich zu der gesellschaftlichen Situation der breiten autoritären Formierung, die allgemein als „Rechtsruck“ bezeichnet wird, verhalten hat.

Nach dem inhaltlichen Teil möchten wir euch vorstellen, was wir der AfD für ihre Zukunft wünschen, und was wir planen, um den Bundesparteitag in Köln am 22.04.17 zum Desaster zu machen. Außerdem werden wir Mobi-Material für euch dabei haben.

12.04. ab 18:30h, Vortrag ab 19 Uhr. Danach VoKü gegen Spende im SZ Bochum.

Die Rote Zora im Antifa-Café

Am morgigen Mittwoch, den 8. März, zeigt das Antifa Café Bochum zum internationalen Frauenkampftag eine Dokumentation von Oliver Ressler über die Rote Zora. Hier der Ankündigungstext zur Doku:

„Die Rote Zora ist eine militante Frauengruppe, die in den 80er Jahren in Deutschland über 20 Anschläge verübte und diverse andere Delikte beging. Bekämpft wurden Atom-, Gen- und Reproduktionstechnologie, die entsprechenden Anschlagsziele waren Konzerne wie Bayer, Schering und Siemens, Forschungsinstitute und das Eigentum von “Vertretern der patriarchalen Ordnung” (RZ 1983). Die Rote Zora bildete eine radikale politische Opposition zur bestehenden Macht und setzte auf eine Politik der Sachbeschädigung. Es war ein Grundsatz, dabei keine Menschen zu verletzen. Zahlreiche Texte und Bekennerschreiben der Roten Zora zeigen, daß sie eine “bewaffnete, aber auch oft genug mit der Schreibmaschine kämpfende Gruppe” (Oliver Tolmein) war. Während die Frauen von den einen als “Terroristinnen” verfolgt wurden und bis heute werden, galten sie anderen zweifelsohne als Heldinnen.

Zentrales Element des Videos “Die Rote Zora” bildet ein Interview, das im Sommer 2000 mit Corinna Kawaters geführt wurde. Kawaters ist die einzige Frau der Roten Zora, die wegen der “Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung” (§129a) von einem Gericht verurteilt wurde. Ein weiteres Gespräch wurde mit der Sozialwissenschaftlerin Erika Feyerabend aufgenommen, die wie die anderen Mitarbeiterinnen des Gen-Archiv Essen Ende der 80er Jahre in den Strudel der polizeilichen Ermittlungen gegen die Roten Zora geraten ist.

Das Video bietet Raum für die persönlichen Erzählungen und Sichtweisen der Frauen und läßt ein Bild des sozialrevolutionären “Terrorismus” entstehen, das sich von den hegemonialen medialen Darstellungen mit ihrer scheinbaren Objektivität abgrenzt.“

Beginn ist wie gewohnt um 18:30Uhr im Sozialen Zentrum Bochum.

Wie angekündigt habt ihr außerdem die Möglichkeit, selbst gemachten Soli-Stuff unserer Genoss*innen zu erwerben.

08.02.2017 Antifa-Café mit Vortrag zu politischer Arbeit von Geflüchteten

Liebe Freund*innen des Antifa-Café Bochum,

diesen Mittwoch findet nach einer längeren Pause endlich wieder das Café statt. Wir öffnen wie gewohnt die Pforten des SZ ab 18:30 Uhr. Ab 19 Uhr wird es einen Vortrag zur politischen Arbeit von und mit Geflüchteten geben. Hierzu sind Menschen vom Treffpunkt Asyl sowie dem Refugee Strike Bochum eingeladen. Sie werden euch ein wenig über die gemeinsame Zusammenarbeit für die Rechte von Geflüchteten erzählen. Danach gibt es noch eine spannende Diskussion, bei der ihr sicher erfahren könnt, wie ihr selbst aktiv werden und Kontakte knüpfen könnt.
Im Anschluss gibt es wie immer leckere VoKü und Diskussion und Austausch können in gemütlicher Atmosphäre zu Bier – oder bei den Temperaturen gern auch Tee – im Tresenraum weitergeführt werden.
Wir freuen uns auf euch!

euer Antifa-Café Bochum

18:30 Uhr im Sozialen Zentrum
Josephstr. 2 | 44791 Bochum

Kein Antifa-Café am 11.01.17

Liebe Freund*innen des Antifa-Cafés,
wir hoffen, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Leider geht unsere Winterpause dieses Mal ein wenig länger, sodass wir diese Woche noch keinen eigenen Vortrag anbieten können. Wir empfehlen euch aber wärmstens, stattdessen folgenden von der Gruppe “Glitzer & Krawall” organisierten Vortrag im Bahnhof Langendreer zur Geschichte und Verbreitung des Antisemitismus zu besuchen: https://www.facebook.com/events/221704098286704/

Wir sehen uns dann spätestens im Februar wieder. Ihr könnt euch bereits den 08.02. vormerken, wo ein Soliabend zusammen mit der Roten Hilfe Dortmund-Bochum stattfinden wird. Näheres dazu werden wir euch in den kommenden Wochen mitteilen.

System Change, Not Climate Change

System Change, Not Climate Change – Klimaaktivismus von heute

Die Zeit drängt. Das Ergebnis der letzten Klimagipfel in Paris und Marrakesch kann eher als ‘Viel Lärm um Nichts’ betrachtet werden – viele Worte, wenige Taten. Nun sind Klima-Aktivist*innen weltweit gefragt, um Druck für einen gesellschaftlichen Wandel aufzubauen.

Aber, Klima-Aktivismus – was ist das überhaupt und wozu brauchen wir sowas? Was hat sich da in den letzten Jahren hier aber auch international bewegt? Wie wird der politische Stillstand und der damit einhergehende, drohende Klimawandel bekämpft? Wo sind Überschneidungen zwischen den Kämpfen um eine sozialere & gerechte als auch eine umweltverträgliche Gesellschaft? Und was erwartet uns 2017?

Die Klimabewegung ist in den letzen Jahren gewachsen, bunter und vielfältiger geworden. In den Medien hören wir immer öfter von kreativen und radikalen, von kleinen und großen Aktionen (BreakFree, Ende Gelände).
In dem Vortrag werden einige der Aktionen in Deutschland und auch international der letzten Jahre vorgestellt und so versucht einen Einblick in die sprießende Klimabewegung zu ermöglichen.

Im Anschluss wird auf das Jahr 2017 geschaut – was erwartet uns? Welche Aktionen sind bereits in der Planung?

Wie immer gibt es unsere wunderbare VoKü gegen Spende

Kommt zahlreich – wir freuen uns auf euch!

Mittwoch, 14.12.2016
18:30 Uhr SZ Bochum, Josephstraße 2