Das Antifa Café am 23. Oktober: Solidarität mit Rojava!

Nachdem die Türkei am 09.10.19 in die autonomen kurdischen Gebiete in
Nord-Syrien einmarschiert ist, überschlagen sich die Berichte über
katastrophale Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten auch gegen
Zivilist*innen. Der Abzug der US-amerikanischen Truppen aus den
kurdischen Gebieten hat diesen Angriffskrieg überhaupt erst möglich
gemacht, während Europa tatenlos zuschaut. Der aktuelle Exportstopp ist
symbolisch, denn die deutschen Panzer sind bereits geliefert.

Um einen Genozid zu verhindern, ist die kurdische Selbstverwaltung ein
Bündnis mit dem verhassten Diktator Assad eingegangen. Von dem
emanzipatorischen Aufbruch in Syrien, der durch den Bürgerkrieg verloren
wurde, ist nicht viel übrig. Es muss klar sein, dass eine Stärkung
Assads ein Gewinn für die Konterrevolution ist.
Indem der Angriff Erdogans auf die Revolution in Rojava von den
internationalen Medien alleinig als geopolitischer Konflikt zwischen
Kriegsparteien dargestellt wird, wird nicht nur die Brutalität der
Angriffe auf Zivilist*innen, sondern auch, dass in Rojava der reale
Versuch eines Gegenentwurfs zum bestehenden Elend des Kapitalismus
angegriffen wird, verschwiegen und verharmlost.

Wir senden unsere Trauer und Anteilnahme an die Angehörigen der
Ermordeten und an die Verteidigungseinheiten der YPJ/YPG/QSD, sowie
solidarische Grüße an alle, die weiterhin dafür sorgen, dass der
faschistische Einmarsch der Türkei gestoppt wird und sind mit unseren
Gedanken bei all jenen, die sich auf die Flucht begeben mussten. Wir
wenden uns gegen die Kriminalisierung kurdischer Strukturen auch in
Deutschland.

Es lebe die Revolution in Rojava!

Bijî Berxwedana Rojava!

Tresen ab 18:30 Uhr
Vortrag ab 19:00 Uhr

Anschliessend wie immer veganes Essen gegen Spende.