„Die Aufarbeitung des NSU-Komplex in NRW“ mit Hendrik Puls

Erste Veranstaltung im Rahmen unserer kleinen Reihe zum 10. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU. Eine Kooperation mit ” Feministisches Bündnis für Aufklärung”:
Am 27.10.2021 laden wir euch ab 18:30 Uhr in das SZ Bochum zur Diskussion mit Hendrik Puls zur NSU-Aufarbeitung mit Schwerpunkt in NRW ein (Beginn des Vortrages um ca. 19:00 Uhr)
Am 4. November diesen Jahres jährt sich die Selbstenttarnung des NSU zum zehnten Mal. Mehr als ein Jahrzehnt lang konnte das rechtsterroristische Netzwerk in ganz Deutschland mehrere Mord- und Sprengstoffanschläge auf migrantisierte Personen und andere Angehörige rechter Feindgruppen verüben. Darunter auch 2006 in Dortmund, wo Mehmet Kubaşık vom NSU in seinem eigenen Kiosk ermordet wurde.
Obwohl sich mehrere V-Personen im näheren Umfeld des Kerntrios befanden, wurde seitens staatlicher Behörden ein rechtes Motiv, geschweige denn ein Zusammenhang zwischen den Taten nicht vermutet und entsprechend nicht in diese Richtung ermittelt. Bis heute sind die genauen Umstände und Zusammenhänge nicht vollständig geklärt, die Akten z.T. vernichtet oder noch weitere hundert Jahre unter Verschluss.
Insbesondere mit Blick auf die Defizite und den rassistischen Bias in der Ermittlungsarbeit, den Einsatz von V-Personen und lokale Unterstützer*innennetzwerke bleiben bis heute viele Fragen offen. Hendrik Puls hat als Referent für den NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags NRW gearbeitet und wird einen Überblick über die NSU-Fälle in NRW und die des Untersuchungsausschusses geben. Im Anschluss sind alle eingeladen, gemeinsam zu diskutieren und Fragen zu stellen.
Hendrik Puls ist Soziologe und Mitglied der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Nachwuchsforschungsgruppe „Rechtsextreme Gewaltdelinquenz und Praxis der Strafverfolgung“ am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum (nfg-rexdel.de)
anschließend gibt’s vegane Küfa
ES GILT DIE 2G-REGEL !!